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Forschung, Fremdenfeindlichkeit, Partizipation, Politik, Studie, Wissenschaft

Gesellschaftlicher Zusammenhalt: Österreich im Mittelfeld

Die Studie Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt – messen was verbindet der Bertelsmann Stiftung vergleicht die gesellschaftlichen Entwicklungen in 34 Ländern von 1989 bis 2012. Es sind dies 27 Mitglieder der Europäischen Union (vor dem Beitritt von Koratiens) und sieben weitere westliche Industrienationen (USA, Kanada, Norwegen, Schweiz, Israel, Australien und Neuseeland). Grundlage ist eine Zusammenstellung von Indikatoren aus international vergleichenden Befragungen und wissenschaftlichen Daten. Die Untersuchung erfasst den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem Index, der aus drei Bereichen und 9 Dimensionen besteht:

Soziale Beziehungen

  • Soziale Netze
  • Vertrauen in die Mitmenschen
  • Akzeptanz von Diversität

Verbundenheit

  • Identifikation
  • Vetrauen in die Institutionen
  • Gerechtigkeitsempfinden

Gemeinwohlorientierung

  • Solidarität und Hilfsbereitschaft
  • Anerkennung sozialer Regeln
  • Gesellschaftliche Teilhabe

Für jedes Land gibt es einen Endbericht. Alle Ergebnisse werden auf einer außergewöhnlich gut gelungenen Homepage dargestellt, die es ermögliche, die einzelnen Dimensionen auf einer Europa-Karte einzublenden und zu vergleichen. (An dieser Stelle: Größtes Lob den Autoren und Autorinnen für die großartige Darstellung der Studie im Web!)

Österreich: Akzeptanz von Vielfalt als größtes Problem

Im Österreich-Bericht ist Folgendes zu lesen:

Österreich-FahneDer gesellschaftliche Zusammenhalt in Österreich war in den letzten 25 Jahren stabil. Das zeigt der Radar gesellschaftlicherZusammenhalt der Bertelsmann Stiftung. Seit 1989 liegt Österreich kontinuierlich im oberen Mittelfeld der 34 untersuchten Länder.

Obwohl Österreichs gesellschaftlicher Zusammenhalt insgesamt verhältnismäßig hoch ausfällt, erscheint der niedrige Rang bei der Akzeptanz von Diversität problematisch. Während Österreich von 1989 – 2003 im Mittelfeld bzw. im oberen Mittelfeld platziert war, rutschte das Land in dieser Dimension im dritten Erhebungszeitraum (2004 – 2008) in die Schlussgruppe.

Im aktuellen Erhebungszeitraum bis 2012 liegt Österreich wieder eine Gruppe höher, im unteren Mittelfeld. Bei der Akzeptanz von Diversität geht es darum, wie sehr Minderheiten und deren Lebensstil toleriert werden, z.B. von Einwanderern oder Homosexuellen.

Diesen Befund teilt Österreich mit seinen beiden Nachbarn Schweiz und Deutschland. In allen drei Ländern wurde zuletzt die Intergation von Migranten intensiv diskutiert. Insbesondere vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft benötigt Österreich die Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland.

Überblick über die Ergebnisse aller untersuchten Staaten

Österreich: Radar Gesellschaftlicher Zusammenhalt

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Über Karin Zauner

Freie Journalistin, Kommunikationswissenschafterin

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