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Diskriminierung, Diversität

Frauenquoten für Aufsichtsräte staatsnaher Betriebe

Symbolbild c) Karin Zauner

Symbolbild c) Karin Zauner

Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe soll bis 2013 auf 25 Prozent und bis 2018 auf 35 Prozent angehoben. Das haben Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am 13. März im Ministerrat erklärt. Die Quoten gelten für jene Unternehmen, an denen der Staat einen Anteil von über 50 Prozent hält – das sind insgesamt 55. Es handle sich um einen Zielwert, sagte Mitterlehner gegenüber der „Presse“.

Doch was geschieht, wenn der Zielwert (oder die Quote) nicht erreicht wird? Sanktionen seien derzeit nicht vorgesehen, heißt es. Die Betriebe müssen jährliche Fortschrittsberichte legen. Sollten nicht mit einer Selbstverpflichtung die 35 Prozent bis 2018 erreicht werden, ist geplant, gesetzliche Maßnahmen einzuleiten, betont die Frauenministerin Heinisch-Hosek.

Frauenanteil in Aufsichtsräten 9 Prozent
Nach einer aktuellen Untersuchung der Arbeiterkammer Wien liegt der Anteil von Frauen in österreichischen Aufsichtsräten bei rund neun Prozent. Insgesamt werden16,6 Prozent der Aufsichtsräte in Österreich von den Belegschaftsvertretern entsendet, der Frauenanteil unter den Kapitalvertretern liegt bei 7,5 Prozent. Im Schnitt sind die Aufsichtsräte der 200 größten Unternehmen des Landes zu 10,3 Prozent mit Frauen besetzt (Stand: 2011), wie aus einer Studie der Arbeiterkammer hervor geht.

Die Debatte rund um Gleichstellung und Chancengleichheit in einer Gesellschaft beginnt mit Geschlechtergerechtigkeit. Aus meiner Sicht ist diese Quotenregelung daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Weitere Infos:
Frauenministerium
www.aufsichtsraetinnen.at

Übrigens: Der Frauenanteil im Nationalrat liegt bei 28 Prozent (von 183 Abgeordneten sind derzeit 51 Frauen), im Bundesrat bei 30 Prozent.

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Über Karin Zauner

Freie Journalistin, Kommunikationswissenschafterin

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